Radreisen in Asien
Radfahren ist das Hobby, bei dem ich am besten entspannen kann.
Im Laufe meiner Bikerzeit habe ich schon zahlreiche tausend Kilometer zurückgelegt und viele Touren gefahren, die mich in ganz neue Regionen gebracht haben.
Beim Radfahren geht es mir nicht nur um die Bewegung und den sportlichen Anreiz, sondern auch um die Landschaft, die ich dabei entdecken und genießen kann. Ganz allein oder zusammen mit Freunden auf dem Rad – das ist für mich die beste Art, zu entspannen und den Kopf frei zu bekommen für neue Dinge.
Im Jahr 2000 konnte ich mit Freunden die Erstbefahrung des höchsten fahrbaren Bergpasses in Nepal, des Thorong La mit 5.416 m, bezwingen – ein MTB-Erlebnis, das ich nie vergessen werde.
Die Urlaube der Folgejahre nutzte ich überwiegend für Radreisen durch Thailand, meist von Nord nach Süd. Allein in Thailand kann ich inzwischen mehr als 8.000 Radkilometer aufweisen.
2.300 km in 14 Radltagen
Meine letzte Radreise durch Thailand führte – wie immer allein – von Chiang Rai über Chiang Mai, Nakhon Sawan, Kanchanaburi und Hua Hin nach Bangkok: 2.300 km mit 15 kg Gepäck bei Temperaturen bis zu 40 Grad.
Mehrere Tagesetappen mit über 200 km führten durch sehr verkehrsarme Gebiete auf Nebenstraßen. Einige Erholungstage nutzte ich, um das Land und die Leute kennenzulernen.
Unterwegs auf Nebenstraßen
Die Straßen sind überwiegend gut, sicher in besserem Zustand als bei uns. Im Norden sind sie sehr hügelig, was das Radeln mit Gepäck anstrengend macht. Jeden Tag habe ich nur das grobe Ziel vor Augen und suche erst am Ende des Tages eine Übernachtung – die Tagesstrecken liegen zwischen 90 und 200 km. Eine Unterkunft findet sich immer, ein kleines Hotel oder Motel.
Nur die Hundeattacken nerven, aber das mitgeführte Pfefferspray wirkt und schont meine Haxn. Bei inzwischen mehreren tausend Kilometern durch Thailand hatte ich bislang erst eine Reifenpanne – und nie gefährliche Situationen oder Überfälle.
Bisher bin ich dreimal durch Thailand geradelt, immer von Nord nach Süd bis jeweils Bangkok. Ich versuche, wann immer es geht, auf ruhigen Nebenwegen zu fahren, auch wenn es große Umwege bedeutet – die Hauptstraßen wären vom Verkehrsaufkommen her zu gefährlich. Zweimal startete ich in Chiang Mai, das letzte Mal vom nördlichsten Punkt (Mae Sai) über das Goldene Dreieck, Chiang Rai, Chiang Mai, Li, Tak, Sukhothai, Kamphaeng Phet, Nakhon Sawan, Sing Buri, Ayutthaya und Nakhon Pathom nach Bangkok.
Für die Auslandsradreisen nutze ich ein sehr leichtes CUBE-MTB mit Carbon-Starrgabel (unter 8 kg), zwei Packtaschen und GPS, um die ruhigen Nebenwege zu finden.